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Interview mit Marcel Sethe – Product & Solutions Specialist bei Lifetec

Marcel Sethe hat im November 2022 bei der Lifetec AG als Product & Solutions Specialist begonnen. In dieser Funktion verantwortet er die Lösungen zum Bedrohungsmanagement. Er bringt vielfältige Erfahrungen im Sicherheitsbereich mit. Mit ihm erweitern wir unser Angebot zu Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz (HSE) gezielt im Thema Security. In unserem Interview stellt er das Bedrohungsmanagement bei der Lifetec AG vor und erklärt die Bedeutung im Arbeitsumfeld.

Marcel, was fasziniert Dich am Thema Bedrohungsmanagement?

Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Ich bin seit 23 Jahren in der operativen und physischen Sicherheit tätig, unter anderem im Wert- und Interventionsdienst. Bedrohungsmanagement ist hier Teil der täglichen Arbeit. Es ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit von Menschen, Unternehmen und Organisationen. Mit meiner Arbeit dazu beizutragen, Menschen sicherer zu machen und ihr Eigentum zu schützen, war für mich immer ein starker Ansporn. Darüber hinaus ist das Bedrohungsmanagement ein komplexes und vielschichtiges Gebiet, das viele verschiedene Fähigkeiten und Ansätze erfordert. Es gibt viel Raum für Innovation und kreative Lösungen. Die technologische Entwicklung ist enorm, was immer neue Möglichkeiten eröffnet. Gerade das Internet of Things bietet enorme Chancen, um Bedrohungen schneller und präziser zu erkennen und zu bekämpfen. Hier am Puls der Zeit zu bleiben, ist sehr spannend.

Was genau verstehst Du unter Bedrohungsmanagement?

Bedrohungsmanagement ist der Prozess der Identifizierung, Bewertung und Bewältigung potenzieller Bedrohungen für eine Organisation, eine Person oder eine Sache. Dabei werden verschiedene Risiken und Bedrohungen identifiziert und bewertet, um geeignete Massnahmen zur Minimierung oder Vermeidung der Bedrohung zu ergreifen. Zu den Massnahmen gehören spezifische Strategien zur Bedrohungsabwehr, die umgesetzt und geschult werden müssen.

Eine allgegenwärtige Bedrohung ist die Gewalt am Arbeitsplatz. Was können Unternehmen hier tun?

Gewalt am Arbeitsplatz umfasst alle Formen von physischer oder psychischer Gewalt. Dies kann sich in unterschiedlichen Formen äussern, z.B. in körperlichen Übergriffen, Mobbing, sexueller Belästigung oder Drohungen.

Arbeitgeber haben die Verantwortung, ihre Mitarbeitenden vor Gewalt zu schützen und ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Zu diesem Zweck sollten Arbeitgeber geeignete Massnahmen ergreifen. Dazu gehören die Einrichtung von Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel technische Ausrüstung, die Schulung der Mitarbeitenden im Umgang mit Gewalt, die Festlegung von Massnahmen gegen Mobbing sowie Verfahren zur Meldung und Untersuchung von Fällen von Gewalt am Arbeitsplatz.

Es ist auch wichtig, dass Mitarbeitende wachsam sind und Vorfälle von Gewalt am Arbeitsplatz melden, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Hemmende Faktoren sollten angesprochen und beseitigt werden. Dies schafft die Grundlage für einen konstruktiven Dialog.

Wie kann Lifetec bei der Umsetzung helfen?

Grundsätzlich beginnen wir mit einer Analyse der aktuellen Bedrohungen als Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Bedrohungsmanagement-Programms. Gemeinsam mit unseren Kunden identifizieren wir Bedrohungen und bewerten sie nach Schweregrad, so dass entschieden werden kann, wo Handlungsbedarf besteht. Wir helfen unseren Kunden zu beurteilen, welche Massnahmen aus unternehmerischer Sicht sinnvoll sind, um lohnende Sicherheitsverbesserungen zu erzielen. 

Im technischen Bereich bieten wir mit der TWIG SOS Card eine intelligente und vernetzte Lösung für Arbeitsplätze mit erhöhtem Bedrohungspotenzial an. Darüber hinaus bieten wir massgeschneiderte Schulungen durch unsere Experten aus den Bereichen Sicherheitsmanagement, Sanitätsdienst und betriebliches Gesundheitsmanagement an.

Im Rahmen unserer Jahresbetreuungen führen wir regelmässige Überprüfungen durch, um sicherzustellen, dass die einmal implementierten Lösungen kontinuierlich gewartet und aktualisiert werden, um mit der aktuellen Bedrohungslage Schritt zu halten.

Wo siehst Du Zusammenhänge zwischen Bedrohungsmanagement und betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM)?

Bedrohungen können dazu führen, dass Mitarbeitende sich gestresst fühlen und psychische Belastungen erfahren. Massnahmen zum Bedrohungsmanagement können dazu beitragen, das Stressniveau zu senken. Ein weiterer Aspekt ist die Schaffung einer Kultur der Offenheit und des Respekts, in der die Mitarbeitenden jederzeit Bedenken und Vorfälle melden können. All dies führt zu einem gesünderen und sichereren Arbeitsumfeld und kann zu einem höheren Leistungsniveau beitragen.

Wie erlebst Du das Zusammenspiel verschiedener Themen bei der Lifetec AG?

Lifetec hat enorme Möglichkeiten, Synergien zu nutzen. Wir verfügen über eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen, kombiniert mit einem umfassenden Service. Das ermöglicht uns, ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden zu realisieren. Es ist sehr spannend, gezielt auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können, um für jeden Kunden je nach Bedarf eine passende Lösung zu entwickeln und nicht nur ein Angebot von der Stange anzubieten. So wachsen wir mit unseren Kunden jeden Tag in unserer Kompetenz, Erfahrung und Professionalität und schaffen gemeinsam neue Wege und Möglichkeiten, um Menschen rundum sicherer zu machen.

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